
Wo beginnt Fremdgehen? Lesen Sie hier eine Definition
Lust auf ein intimes Date?
Wann ist es Fremdgehen? Der Versuch einer Definition
Wann das Fremdgehen beginnt, ist relativ. Während für einige bereits ein heißer Flirt als erstes Anzeichen der Untreue anzusehen ist, fällt bei anderen erst Sex in diese Kategorie. Laut einer älteren Studie sind häufig leidenschaftliche Küsse schon Fremdgehen und entsprechend verletzend für den sich betrogen fühlenden Partner. Gerade, weil dieses Thema so relativ ist, sollten Partner sich frühzeitig darüber austauschen, was in der Beziehung erlaubt ist und wo die Toleranz an ihre Grenzen stößt. Stellen Sie ihrem Partner also die Frage: „Wo beginnt Fremdgehen für dich?“, um zukünftige Unsicherheiten zu vermeiden.
Wo beginnt Fremdgehen?
Fremdgehen ist für einige Menschen nicht eindeutig definiert. Hier sind 6 hilfreiche Kriterien zur Frage: „Wann beginnt Fremdgehen?“.
Kriterium 1: Heimlichkeit
Das erste Kriterium, das im Zusammenhang mit Untreue in der Partnerschaft eine Rolle spielt, ist die Heimlichkeit. Wer sich zum heimlichen Seitensprung aufmacht oder gar eine Affäre eingeht, ohne das mit dem Partner abgesprochen zu haben, ist ein Fremdgänger, das ist recht eindeutig. Dies gilt auch, wenn erst im Nachhinein gebeichtet wird.
Für immer mehr Paare gibt es mittlerweile Alternativen wie die offene Beziehung, bei der Sex mit anderen grundsätzlich erlaubt ist. Meist ist die Einschränkung dabei, dass keine Gefühle im Spiel sein dürfen. Einen Schritt weiter gehen Menschen, die sich der Polyamorie öffnen. Bei dieser Beziehungsform sind mehrere Partnerschaften toleriert, Liebe darf durchaus mit im Spiel sein, gerade die Heimlichkeit ist hier ein absolutes No-Go.
Kriterium 2: Wie weit gehe ich?
Solange Sie nicht mit Ihrem Partner gesprochen haben, wissen Sie nicht wirklich, ob Sie beim Flirten mit einem anderen bereits untreu waren oder nicht, ob bereits ein erotischer Chat oder gar die Gedanken an eine Andere schon zum Fremdgehen gehören. Fakt ist: Spätestens dann, wenn Geschlechtsverkehr mit im Spiel ist, würde kaum jemand NICHT vom Fremdgehen sprechen. Häufig fängt die Grenze viel früher an: beim Küssen, innigen Umarmungen, „Trockensex“ oder Petting.
Klären Sie also in Gesprächen, was für Ihren Partner in Ordnung ist und was nicht. Das Thema ist häufig sehr sensibel, da allein schon Ihr Wunsch, darüber zu sprechen, Misstrauen und Unsicherheit beim Anderen verursachen wird.
Kriterium 3: One-Night-Stand oder Affäre?
Viele Menschen in Beziehung können einen einmaligen Seitensprung leichter verzeihen als eine länger dauernde, heimliche Affäre. Das Wissen darum, bereits über längere Zeit belogen und hintergangen worden zu sein, macht häufig mehr zu schaffen als das Fremdgehen an sich. Deshalb wird es auch zunehmend schwerer zu beichten: je länger Sie das Geständnis über Ihrer Untreue hinauszögern, umso schwerer wiegt der Betrug.
Kriterium 4: Wie sieht es mit den Gefühlen aus?
Hat ein Partner Sex mit einer anderen Person, ist das fast immer sehr verletzend. Sind dann noch Gefühle mit im Spiel, fällt es häufig noch schwerer, das Fremdgehen zu verzeihen. Prüfen Sie sich selbst: Sind Sie in Ihre Affäre verliebt oder geht es nur um Abwechslung beim Sex und das Gefühl verbotene Früchte zu ernten und fremde Haut zu spüren. Und wie sehen Sie das selbst? Plagen Sie Gewissensbisse oder fühlen Sie sich mit Ihrem Handeln im Reinen und im Recht?
Kriterium 5: Wie schwer wiegt der Betrug?
Betrug beginnt immer dann, wenn man sich an getroffene Absprachen – manchmal auch unausgesprochene – nicht hält und dies verheimlicht. Wie bereits gesagt: Oft wiegt dies stärker als alles andere. Haben Sie sich zum Beispiel ausdrücklich Treue geschworen oder auch versprochen, mit einem anderen nicht weiter als bis zu einem bestimmten Punkt zu gehen und brechen diese Abmachungen, fühlt sich der Partner zu Recht betrogen und verraten.
Kriterium 6: Fremdgehen im Kopf – wo beginnt Fremdgehen?
Sie haben sich Treue geschworen und möchten dieses Versprechen auch nicht brechen? Dann sollten Sie auf Ihre Gedanken achten. Denn Untreue kann durchaus auch im Kopf stattfinden, bzw. vom Partner als solche ausgelegt werden. Träumen Sie häufig von einer oder auch allen anderen Frauen und stellen sich Erotik mit Ihnen vor, ist das im Grunde genommen harmlos, denn die Gedanken sind nach wie vor frei. Kommt Ihr Partner dahinter, kann das allerdings Ärger geben, wenn Ihnen bereits diese, an sich harmlose, Tagträumerei als Untreue ausgelegt wird.
Und was ist eigentlich mit Kuscheln?
Jedes Jahr am 21. Januar wird der Weltknuddeltag begangen und das bereits seit 1986. Umarmungen und Gefühle durch Körperkontakt zeigen ist an diesem weltweit begangenen (und dennoch relativ unbekannten) Aktionstag ausdrücklich erwünscht und erlaubt. Ziel der Initiative aus Amerika ist es, Gefühle für andere Menschen zuzulassen und auch körperlich auszudrücken. Ob Ihr Partner sich betrogen fühlt und Sie des Fremdgehens bezichtigt, wenn Sie diese schöne Tradition umsetzen und andere Menschen knuddeln, ist ebenfalls eine Absprache wert.
Sinnvoll ist häufiges Knuddeln allemal: Es führt zum Ausstoß von Oxytocin, dem bekannten Kuschelhormon. Der Stoff soll das Immunsystem stärken, das Risiko von Herzerkrankungen senken und den Stresspegel reduzieren.